Turkmen Teppiche kaufen | Tekke, Yomut & Bochara | Djoharian
Turkmen Teppiche – Stammeskunst in tiefem Rotbraun
Turkmen Teppiche zählen zu den ältesten und charaktervollsten Stammesteppichen des Orients. Geknüpft von turkmenischen Nomadenstämmen wie Tekke, Yomut, Saryk und Ersari, erkennt man sie am charakteristischen Göl – einem sich wiederholenden Stammeswappen-Medaillon – und an ihrer unverwechselbaren rotbraunen Farbtiefe. In der Djoharian Collection finden Sie handgeknüpfte Turkmen-Teppiche aus reiner Wolle.
Djoharian Collection
Turkmen Teppiche aus der Djoharian Collection
„Turkmen" bezeichnet keine Stadt, sondern eine Gruppe von Nomadenstämmen, deren Siedlungsraum sich über Turkmenistan, Nordafghanistan und Nordostpersien erstreckt. Über Jahrhunderte knüpften diese Stämme einige der dichtesten und feinsten Stammesteppiche überhaupt – ursprünglich für den eigenen Gebrauch in Zelt und Lager.
Das Göl – Wappen der Stämme
Das prägende Merkmal jedes Turkmen ist das Göl: ein meist achteckiges, in strengen Reihen wiederholtes Medaillon. Jeder Stamm besitzt sein eigenes Göl – das Tekke-Göl, das Yomut-Göl, das Salor-Göl –, sodass die Stammeszugehörigkeit am Muster ablesbar ist. Ergänzt wird es durch geometrische Sekundärmotive und schmale, präzise gezeichnete Bordüren.
Farbe & Material
Charakteristisch ist die tiefe, warme Rotbraun- bis Ochsenblutfärbung, gewonnen aus Krappwurzel, ergänzt um Elfenbein und Dunkelblau. Geknüpft wird aus glänzender, robuster Schurwolle in oft sehr hoher Knotendichte. Diese Dichte macht Turkmen-Teppiche außergewöhnlich haltbar.
Bochara & verwandte Begriffe
Im Handel werden Turkmen-Teppiche häufig unter dem Namen Bochara (Buchara) geführt – nach der alten Handelsstadt, über die sie einst verkauft wurden, nicht nach ihrem Knüpfort. Tekke-Teppiche sind als „Royal Bochara" bekannt. Auch der Hatschlu (Türbehang mit Kreuzmuster) stammt aus dieser Tradition.
Woran man einen echten Turkmen erkennt
Ein echter Turkmen hat eine Kette aus Wolle oder Ziegenhaar und fühlt sich dadurch weich und geschmeidig an. Aufgrund der Wollkette liegen diese Teppiche oft nicht ganz gerade und werfen leichte Wellen – das ist kein Mangel, sondern typisch, und lässt sich mit einer Teppichunterlage mühelos beheben. Geknüpft wird mit dem halboffenen persischen Knoten ebenso wie mit dem türkischen Doppelknoten.
Bei alten Stücken mit Naturfarben erzählt die Farbe selbst ihre Geschichte: Da das Färbewasser oft mehrfach verwendet wurde, finden sich in den Tönen feine Spuren anderer Pigmente – ein untrügliches Zeichen echter Naturfärbung. Die bemerkenswerte Farbstabilität wurde durch Fermentierung der Wolle erreicht, bei der die Faser über lange Zeit in einem Tontopf in der Sonne reifte.
Djoharian Collection – seit 1967.